‍Soroc ‍IQ-120


‍Ein ‍tolles ‍altes ‍ASCII ‍Terminal ‍aus ‍dem ‍Jahre ‍1977. ‍Das ‍Soroc ‍habe ‍ich ‍geschenkt ‍bekommen, ‍weil ‍es ‍leider ‍eine ‍Röhrentrübung ‍hatte ‍(CRT ‍cataract). ‍Günter ‍aus ‍dem ‍mikrocontroller ‍Forum ‍wollte, ‍dass ‍sich ‍jemand ‍des ‍schönen ‍Gerätes ‍annimmt, ‍der ‍das ‍Problem ‍zu ‍behandeln ‍weiß. ‍Da ‍ich ‍diese ‍Reparatur ‍ja ‍schon ‍mal ‍bei ‍der ‍Pertec ‍gemacht ‍habe, ‍kannte ‍ich ‍grundsätzlich ‍das ‍Prozedere. ‍Beim ‍Aufbau ‍vieler ‍alter ‍amerikanische ‍Bildröhren ‍wurde ‍ein ‍Glasschutz ‍montiert. ‍Dieser ‍Glasschutz ‍wurde ‍direkt ‍auf ‍die ‍Röhre ‍geklebt, ‍mit ‍einem ‍Material, ‍welches ‍sich ‍oftmals ‍im ‍Laufe ‍der ‍Zeit ‍verändert. ‍Es ‍bekommt ‍Bläschen ‍und ‍wird ‍trübe. ‍Die ‍Sicht ‍auf ‍das ‍eigentliche ‍Bild ‍ist ‍dann ‍gestört. ‍Um ‍das ‍zu ‍reparieren, ‍muß ‍man ‍die ‍Schicht ‍entfernen! ‍Das ‍hört ‍sich ‍einfacher ‍an ‍als ‍es ‍ist. ‍Denn ‍bei ‍dieser ‍Röhre ‍ist ‍das ‍Glas ‍in ‍einem ‍Metallrahmen ‍eingegossen, ‍der ‍die ‍Röhre ‍im ‍Gerät ‍befestigt. ‍Dazu ‍muss ‍man ‍zuerst ‍die ‍Röhre ‍aus ‍dem ‍Monitor ‍ausbauen ‍und ‍dann ‍den ‍Hals ‍gut ‍schützen. ‍Da ‍man ‍an ‍der ‍losen ‍Röhre ‍arbeitet, ‍muss ‍man ‍mechanisch ‍extrem ‍vorsichtig ‍sein. ‍Um ‍das ‍Glas ‍aus ‍dem ‍Rahmen ‍zu ‍bekommen, ‍gilt ‍es ‍also ‍zuerst ‍einmal ‍den ‍Kleber ‍aus ‍dem ‍schmalen ‍Zwischenraum ‍herauszufummeln. ‍Hierbei ‍helfen ‍ein ‍Heissluftgebläse ‍und ‍viel ‍Geduld. ‍Hat ‍man ‍den ‍Rahmen ‍entfernt, ‍kann ‍man ‍die ‍Schicht ‍zwischen ‍der ‍eigentlichen ‍Bildröhre ‍und ‍der ‍vorderen ‍Glasplatte ‍herausfummeln. ‍Der ‍Vorgang ‍geht ‍wegen ‍der ‍gleichmäßigen ‍Erwärmung ‍auf ‍recht ‍hohe ‍Temperaturen ‍mit ‍dem ‍Gebläse ‍langsam ‍und ‍hat ‍zusammen ‍ein ‍paar ‍Stunden ‍gedauert. ‍Hat ‍man ‍die ‍Gläser ‍dann ‍getrennt ‍und ‍alles ‍schön ‍gereinigt, ‍kommt ‍der ‍Rückbau ‍in ‍den ‍Metallrahmen. ‍Diesmal ‍mit ‍Silikon ‍aus ‍der ‍Tube ‍mit ‍eingelegtem ‍Faden, ‍um ‍einen ‍eventuellen ‍Ausbau ‍zu ‍vereinfachen. ‍Nun ‍heißt ‍es ‍noch ‍ein ‍paar ‍Tage ‍Geduld ‍zu ‍haben, ‍bis ‍das ‍Silikon ‍endlich ‍genügend ‍Festigkeit ‍erreicht ‍hat, ‍um ‍den ‍Rahmen ‍wieder ‍einzubauen ‍und ‍die ‍Klebestelle ‍zu ‍belasten. ‍Drei ‍Tage ‍habe ‍ich ‍gewartet.  Ich ‍glaube ‍Bilder ‍sagen ‍mehr ‍als ‍die ‍Beschreibung:




‍ Auf ‍diesem ‍Wege ‍noch ‍einmal ‍ein ‍herzliches ‍Dankeschön ‍an ‍Günter!